Paris – Sehenswürdigkeiten, Nightlife Tipps und Savoir Vivre

Paris ist bekannt als die Stadt der Liebe. Der Eiffelturm beleuchtet im Dunkel der Nacht, der Blick auf die Seine während sich die Straßenlichter in ihr spiegeln und der Place de la Condorde der am Tage von unzähligen Autos befahren wird und in der Nacht so geheimnisvoll wirkt.

Doch nicht nur für die Romantischen unter uns hat Paris einiges zu bieten. Auch die Kultur und Museumsliebhaber kommen in Paris voll auf Ihre Kosten.

Nach einem Jahr in Paris habe ich nicht alles gesehen was ich sehen wollte. Es ist genau so wie Xavier, der französische Student der ein Jahr nach Barcelona geht in dem Film L’auberge espagnole (Barcelona für ein Jahr) sagt: „Am Ende des Jahres fing ich an eine Liste zu schreiben mit all den Dingen die man gern in Barcelona getan hätte, für die ich aber keine Zeit gehabt hatte. Genauso ist es tatsächlich – es erging mir genauso, ein Jahr ist viel zu kurz für eine wunderbare Stadt.

Dennoch habe ich einige Tipps für alle die Paris mehr als nur von der touristischen Seite sehen möchten.

Meine erste und wichtigste Empfehlung: Lauft soviel ihr könnt. Paris zu spüren, heißt durch Paris zu laufen. Damit meine ich nicht nur einen Gang über die Champs Elysees oder den Gang von der Metro zum Eiffelturm. Nur wer durch „ganz“ Paris läuft wird den waren Spirit und das echte „savoir vivre“ spüren und aufnehmen.

Ein perfekter Tag in Paris beginnt zunächst in einen Cafe mit einem Croissant und einem Café. Beginnt der Tag erst um 11:00 Uhr so ist sogar schon ein Glas Wein erlaubt – in Frankreich fängt man früher an zu trinken und später an zu Abend zu Essen.

Zwischen dem „savoir vivre“ sind einige Sehenswürdigkeiten mehr als sehenswert:

Der Eiffelturm
Métro: Bir-Hakeim

Eine Pracht aus 7.000 Tonnen Stahl ist mit einer Höhe von 320m nicht nur das größte sondern auch das beliebteste Wahrzeichen von Paris. Ich kann nur empfehlen, den Eiffelturm nicht über den Aufzug zu besteigen, sondern die Treppen zu nehmen. 1.710 Stufen zu erklimmen und dabei die herrliche Aussicht genießen macht vor allem an klaren Tagen bei Sonnenschein Spaß. So umgeht man nicht nur die Warteschlangen sondern zahlt auch noch weniger Eintritt. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang hat man von oben die Aussicht. So kann man direkt im Anschluss den Eiffelturm von unten in der Dämmerung oder Dunkelheit genießen, denn schließlich ist die Abendbeleuchtung des Eiffelturms ein nicht zu verpassendes Erlebnis.

Louvre
Métro: Palais-Royal Musée du Louvre

Ich bin zwar kein Kunstkenner aber an der Sammlung von über 400.000 Kunstwerken aus allen Epochen und Kulturen komme auch ich nicht vorbei. Zwar muss ich gestehen, dass ich mir nicht alle 400.000 anschauen konnte, aber die Mona Lisa war ein absolutes Muss.

Notre Dame in Paris

Notre Dame
RER: Saint-Michel Notre Dame

Notre Dame ist für mich als Atheistin eine der schönsten Kirchen (neben Sacre Coeur). Diese fünfschiffige rein gotische Kathedrale aus dem 12. – 13. Jahrhundert ist meiner Ansicht nach für jeden Paris Besucher ein absolutes Muss.

Sacre Coeur
Métro: Anvers

Eine der größten Glocken der Welt (19 Tonnen) hängt im Turm der wunderbaren Kirche Sacre Coeur. Der Ausblick von der Kuppel dieser Kirche ist der zweithöchste in ganz Paris. Als Zeichen der Unsterblichkeit Frankreichs und seines katholischen Glaubens gelobten Alexandre Legentil und Hubert Rohault de Fleury den Bau von Sacre Coeur. Der Bau dieser Kirche dauerte 40 Jahre und wurde von katholischen Gläubigen finanziert.

Für einen französischen Abend nach dem savoir vivre kann ich jedem empfehlen sich mit einer Flasche Wein, Käse und Baguette auszustatten und die Dämmerung sowie die Aussicht auf der Monumentaltreppe vor der Kirche zu genießen. Dabei kann man oft Musikstudenten beim musizieren zuhören oder sogar mitsingen.

Champs Elysees
Métro: George V / Franklin-D-Roosevelt

Die Champs ist die Straße der Feierlichkeiten. Jedes Jahr wird hier der 14. Juli – Nationalfeiertag Frankreichs gebührend gefeiert. Die Tour de France endet jedes Jahr auf der Champs und auch der Sieg des 1. Weltkrieges wird am 11. November zelebriert.
Am Ende der prachtvollen Straße befindet sich der Arc de Triopmhe, der mit 282 Stufen bestiegen werden kann um ein weiteres Mal eine wunderbare Aussicht auf Paris genießen.

Versailles & Disneyland

Für alle die etwas mehr Zeit haben ist ein Tag in Versailles und ein Tag in Disneyland durchaus zu empfehlen.

Für Verschnaufpausen, Picknicks oder um das französische Feeling einfach aufzusaugen, gibt es in Paris unzählige Parks. Mein Lieblingspark ist der Jardin du Luxembourg. Hier gibt es einige große Wiesen auf die man sich auch legen darf (was nicht in allen Parks in Paris erlaubt ist).

Sind die Tage mit Sightseeing gefüllt bleibt die Frage: wie gestaltet sich das Abendprogramm? Auch hier bieten sich in Paris viele bezaubernde Möglichkeiten.

Buddha bar

Ein edler Klassiger ist die Buddha Bar in der 8 Rue Boissy d’Anglas (Nähe Métro Place de la Concorde).

Barfly
Métro: George V

Eine sehr coole Bar in der 51 Avenue George V mit cooler Musik. Das Publikum ist aber auch etwas gehobener – perfekt um mal einen Einblick in das glamuröse Paris zu erhalten.

Hard Rock Café
Métro: Richelieu – Drouot
14 Boulevard Montmartre

Alle für die ein Besuch im Hard Rock Café zur Städtereise dazugehört kommen auch in Paris auf Ihre Kosten und das passende Souvenir mit der Aufschrift „Hard Rock Café Paris“ beweist, dass man wirklich in der Stadt der Liebe war.

Le Saint
Métro: Saint Michel
7, rue Saint-Séverin

Le Saint ist für mich eine der coolsten Discotheken in Paris. In einem charmanten Kellergewölbe das im Inneren an eine Burg erinnert kann man zu rhythmischen Klängen die Hüften kreisen lassen. Eine erste Inspiration könnt Ihr Euch hier holen.

La Machine (war früher bekannt als La Locomotive oder La Loco)
Métro: Blanche
90 Boulevard de Clichy

Wer auf etwas größere Discotheken steht, dem hätte La Loco in Clichy  gefallen. Zu “La Locomotive” Zeiten gab es hier verschiedene Ebenen auf denen die unterschiedlichsten Musikrichtungen wie Dance, House oder Hip Hop zur freien Entfaltung kamen. Heute ist La Machine eine Mischung aus Club und Konzerthalle. Zwar war ich nur zu La Loco Zeiten im Club, vermute aber, dass sich der Club noch immer durch seine Größe auszeichnet. Näheres könnt Ihr Euch auch auf der Website http://www.lamachinedumoulinrouge.com/ anschauen.

Le Who’s
Métro: Saint-Michel
13 Rue du Petit Pont

Das Le Who’s ist für mich eine der coolsten Bars in Paris. Nicht allzu groß, aber mit einem sehr natürlichen und angenehmen Publikum und vor allem mit Live-Musik (fast jeden Abend). Diese absolut gelungene Mischung aus Pop-Rock macht absolut Lust auf mehr. Verschafft Euch hier selbst einen ersten Eindruck: http://www.youtube.com/watch?v=Uh6UYWX7ZRk

The Shannon Pub
Métro: Vavin
23 Rue Bréa

Eines der vielen Irish Pubs in Paris in dem ich mich sehr wohl gefühlt hab.

River’s King

Für einen ganz besonderen Abend sorgt eine Fahrt mit oder Party auf dem River’s King. Ein ganz besonderes Party Boot, das mir viele schöne Stunden auf der Seine beschert hat.

Flohmarkt – Marché aux puces de St. Ouen

Jeden Sonntag strömen unzählige Menschen zu diesem Flohmarkt der eine Fläche von sieben Hektar bedeckt. An etwa 2000 Ständen in dreizehn Einzelmärkten aufgeteilt, kann man die Kauflust befriedigen. Von Altkleidern, Trödel aller Art, Antiquitäten über Handtaschen bis hin zu Schuhen gibt es noch vieles andere zu erstöbern.

Legendäre Filme wie „La Boum – die Fete“ spielen in Paris und jeder der den Film kennt (es werden wohl meist die Frauen unter uns sein) hat auch schon vom legendären La Coupole (102 Bd du Montparnasse) gehört. Für als alten La Boum Hasen war ein Besuch ein Besuch dieses Restaurants, das mehr als ein Restaurant ist, ein muss. Die Legende des La Coupoule ist legendär J und es lohnt sich in diese Welt der Geschichte einzutauchen.

Ich kehre immer wieder nach Paris zurück und werde diesen Beitrag stetig um weitere Tipps erweitern. Denn selbst nach einem Jahr und vielen weiteren Kurzbesuchen bleibt mir nur zu sagen: Es gibt noch so unendlich viel in Paris zu entdecken.

 

Bildrechte: Copyright Tour Eiffel – Illuminations Pierre Bideau

3 Kommentare

  1. tony
    Feb 9, 2012

    Nur als kleiner Hinweis : Die “La Locomotive” heißt inzwischen La Machine und ist nicht mehr eine reine Disko sondern eine Mischung aus Club und Konzerthalle

    • City-Girl
      Mrz 22, 2012

      Danke für den Hinweis. Ich hab diese Info auch entsprechend im Artikel angepasst.

  2. Till
    Feb 23, 2012

    Lehrreicher Post. Bereichernd, wenn man das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive beschrieben lesen kann.

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